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Estoril ist Gastgeber des Weltmedienkongresses WAN-IFRA

Der 70. WAN-IFRA World Media Congress findet 2018 in der portugiesischen Stadt Estoril statt und wird die Redakteure und Führungskräfte der wichtigsten Medien der Welt vereinen

Der Zeitpunkt der Veranstaltung, auf den alle digitalen Medien und Print-Medien ihr Augenmerk richten, ist in greifbare Nähe gerückt. Der Weltkongress der Informationsmedien organisiert vom Weltverband WAN-IFRA, findet im Jahr 2018, in Estoril, Portugal, statt, an dem die wichtigsten Redakteure und Führungskräfte des Sektors teilnehmen.

Der Kongress feiert sein 70-jähriges Jubiläum seit der Gründung des FIEJ, derjenigen Organisation, die entscheidend dafür verantwortlich war, dass der WAN-IFRA ins Leben gerufen wurde. Sie entstand wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, einem kritischen Moment, in dem sich die Herausgeber der französischen und niederländischen Untergrundpresse zusammenschlossen, um einen Verein zu gründen, dessen Maxime darin bestand, den Kampf zu fördern, der das Überleben der freien Presse gewährleisten soll.

Heutzutage gelingt es dem WAN-IFRA, Fachleute aus aller Welt anzuziehen. Diese nutzen die Gelegenheit dazu, Ideen auszutauschen und zu erörtern sowie das journalistische Umfeld strategisch zu analysieren. Der Treffpunkt für die Medienbranche, bei dem der Dialog zur Vertiefung der Themen, auf die der Sektor den Fokus gerichtet hat, im Vordergrund steht.

Der World News Media Congress von WAN-IFRA untermauert seine Stellung als Referenzveranstaltung im Sektor des Journalismus

Mehr als 1000 Teilnehmer aus mehr als 60 Ländern werden daran teilnehmen. aktuelle Trends behandeln, die Formen analysieren, um die Pressefreiheit zu fördern, die in der Gegenwart stark in Mitleidenschaft gezogen wird, denn im Gegensatz dazu, was viele Menschen vielleicht denken, ist die Pressefreiheit nicht nur in totalitären Staaten erheblich beschränkt.

Es erfolgt auch eine Evaluierung der Nachhaltigkeit der Industrie, bei der Methoden und Strategien erforscht werden, die dazu beitragen, die Einkünfte zu erhöhen. Die permanente und rasch voranschreitende Entwicklung der Technologien erfordert den Einsatz neuer Methodologien, die in der Lage sind, sich an jedes Medium und jedes Wirtschaftsmodell anzupassen.

Weitere Aspekte, die diskutiert werden, konzentrieren sich auf die Suche nach innovativem Journalismus als Weg, um das Vertrauen in die Medien wiederherzustellen und die Beziehung zu den Zielgruppen zu festigen. Es ist an der Zeit, die neuen Modelle, die im Aufschwung begriffen sind, zu überdenken. Dabei ist zu untersuchen, wie und warum sie an die Marktführerschaft übernommen haben und welche Herausforderungen damit verbunden sind.

Dabei werden die neu auf dem Markt auftretenden Plattformen und Technologien geprüft, die weit davon entfernt sind, ein Hindernis darzustellen, sondern das Potenzial haben, wichtige Verbündete im Hinblick auf die Zukunft zu werden.

Und schließlich findet das zweite Woman News Summit Gipfeltreffen (Frauen in den Medien) statt, das die Geschlechterkonflikte in den Medien vertiefend behandeln wird. Dies stellt eine ausgezeichnete Gelegenheit dar, die aktuellsten Geschlechterfragen, wie die beispielsweise die „#metoo“ Bewegung, näher zu analysieren.

In Expertenrunden und Reden werden die bestehenden Modelle vertiefend behandelt und die Pressefreiheit analysiert

Eine der großen Attraktionen, die der WAN-IFRA World Media Congress bietet, ist zweifelsohne die Anwesenheit herausragender Persönlichkeiten. Diese nehmen an Grundsatzreferaten, Debatten und Diskussionen teil, die in bis zu vier parallelen Szenarien stattfinden, um die besten Praktiken und Erfolgsgeschichten ausführlicher zu analysieren.

Zu den Rednern, die ihre Erfahrungen teilen werden, gehören Joyce Barnathan (Präsidentin des Internationalen Zentrums für Journalisten (ICFJ), USA), Atelach Alemu Argaw (Leiterin für Datenschutz und Datensicherheit der Schibsted Media Group, Schweden), Mario García (CEO und Gründer von García Media, USA) und Ulrik Haagerup (Gründer und CEO des Constructive Institute, Dänemark). Als DiskussionsteilnehmerInnen sind Francesca Donner (Direktorin der Gender-Initiative der New York Times, USA) und Antonio Caño (Direktor der El País, Spanien) sowie Zuzanna Ziomecka (Chefredakteurin der NewsMavens, Polen) oder Sérgio Dávila (Chefredakteur der Folha de S.Paulo, Brasilien) anwesend.

Um diesen bedeutenden Jahrestag zu feiern, wurde beschlossen, den Kongress in einer ganz besonderen Umgebung an der Atlantikküste, in der schönen Stadt Estoril, die im Westen von Lissabon gelegen ist, abzuhalten. Das Treffen findet am 6., 7. und 8. Juni im Kongresszentrum von Estoril statt.